Kampf dem Herztod

Defibrillator im Gebäude der Grebenhainer Sparkassen-Filiale installiert / Spende des Geldinstituts

Ein Defibrillator, auch „Defi“ genannt, ist ein medizinisches Gerät, das gezielte Stromstöße abgibt. Er kommt bei Problemen wie Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern und Kammerflattern (Fibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern (Kardioversion) zum Einsatz. Seit den 1990er-Jahren werden Defibrillatoren in Form automatisierter externer Defibrillatoren auch zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien bereitgestellt. Und so hat sich jetzt auch der Grebenhainer DRK-Ortsverein zur Aufgabe gemacht, mit der Anschaffung von solchen „Defis“ zu beginnen, um in naher Zukunft alle 15 Grebenhainer Ortsteile damit zu versorgen.

„Wir wollen mit diesen lebensnotwendigen Geräten dem plötzlichen Herztod entgegentreten“, verrieten jetzt bei der Vorstellung und Installation des ersten „Defis“ DRK-Ortsvereinsvorsitzender Bürgermeister Sebastian Stang und sein Stellvertreter Gerhard Karl-Rollmann im Beisein des Beratungscenter-Leiters der Sparkasse Oberhessen, Rainer Schleuning, und des stellvertretenden Bereitschaftsleiters Roy Schött im Eingangsbereich des Sparkassengebäudes in Grebenhain. Die Sparkasse Oberhessen stellte dem örtlichen DRK-Ortsverein nicht nur eine geeignete Zugangsstelle in ihrem Eingangsbereich zur Verfügung, auch spendete das Kreditinstitut dem Grebenhainer DRK zur Anschaffung des Gerätes 250 Euro. „Die Anschaffung eines solchen Gerätes kostet rund 2500 Euro, zusammen mit der Sparkassenspende und mittlerweile weiteren eingegangenen Spenden konnten wird dieses erste Exemplar anschaffen“, so die beiden Vorsitzenden, die einen Spendenaufruf starten wollen.

Ganz wichtig erscheint den DRK-Verantwortlichen auch die Handhabung des Gerätes im Ernstfall. Daher sind in bestimmten Zeitabständen Schulungen im Grebenhainer DRK-Haus vorgesehen. „Entscheidend ist der frühmöglichste Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann“, so Gerhard Karl-Rollmann.

 

Quelle: Lauterbacher Anzeiger

Bildunterschrift: Sebastian Stang, Rainer Schleuning, Roy Schött und Gerhard Karl-Rollmann mit dem ersten Defibrillator für Grebenhain (Foto: Stock).

Author: Sabine Döring

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